Rubrik: News

Versammlung des Verschönerungsvereins Maur

Boote, Bänkli und Begegnungen

Die ursprünglichen Aufgaben des Verschönerungsvereins Maur (VVM) waren «Boote, Badi und Bänkli». Vor einigen Jahren verkaufte der Verein die Badi; ein Teil vom Erlös kommt der bevorstehenden Sanierung des Bootshauses zugute.

Das Bootshaus ist in die Jahre gekommen. Dies gab an der 104. Vereinsversammlung des VVM Verschönerungsvereins Maur letzter Woche zu reden. Rund 20 Mitglieder inklusive Vorstand fanden sich am Donnerstagabend im Bächtoldhaus in Aesch ein. Präsidentin Doris Pauletto berichtete zu Beginn der Versammlung über die Aktivitäten im letzten Jahr.

Das Bootshaus in Schieflage

Fakt ist: Die Balken und Stützen des Bootshauses mit Jahrgang 1921 sind morsch, das Bootshaus in Schieflage. Etwas muss gemacht werden, bevor es in sich zusammenfällt. Die Situation belegte Walter Graf anschaulich mit Bildmaterial. Fachleute seien beigezogen worden, so Graf, und bereits lägen dem Vorstand Offerten vor. Das Budget sieht einen Betrag von 40 000 Franken vor, für die Finanzierung wird die Reserve aus dem Verkauf der Badi angezapft. Der Vorschlag von Gemeinderat Stephan Pahls, Private, Sponsoren und auch die Politische Gemeinde um einen Beitrag anzugehen, stiess auf offene Ohren.

Ungelöste Vermietung

Da die Standplatzvermietung gescheitert ist, ist allerdings niemand mehr direkt vor Ort, um den VVM bei der Vermietung der Boote jeweils zu unterstützen. Die SGG sei sehr entgegenkommend, betonte Pauletto, und helfe seit jeher aus Goodwill mit. Fischer Marcel Schädler regte an, ob es möglich wäre, die Vermietung selber an die Hand zu nehme. Als ehemalige Präsidentin des VVM sprach Susanne Gribi Graf aus Erfahrung, wenn sie sagte, dass eine Präsenz des Vereins zeitlich nicht machbar sei.

Lösungen wurden andiskutiert und es wurde entschieden, das Thema zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu verhandeln. Auch eine bessere Kontrolle wäre ratsam, so ein weiteres Votum: Der Zustand der Boote bei Rückgabe lasse von der Sauberkeit her zu wünschen übrig und im Bootshaus würden Sachen entwendet.

Nachfolgen gesucht

Auch der Rücktritt von Elsbeth Sallenbach als Aktuarin wurde bekannt gegeben, was Präsidentin Pauletto sehr bedauerte. Und auch der unermüdliche Schaffer im Hintergrund, Walter Graf, will nach 40 Jahren kürzertreten. Dass es schwierig ist, solch engagierte Mitglieder zu ersetzen, ist allen klar. Fast jeder Verein kennt die Probleme. Jemand brachte es auf den Punkt: So viel auf sich zu nehmen wie die Anwesenden hier, ohne Entgelt – das sei eine aussterbende Rasse.

Text: Elsbeth Stucky

Bildlegende:
Der Vorstand v.l.n.r.: Vizepräsident Stephan Pahls, ErwinZeller, Walter Graf (vorne), Micky Tribelhorn, Präsidentin Doris G. Pauletto und Elsbeth Sallenbach.                                                                                                                                                                                                                        Bild:Elsbeth Stucky

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