Rubrik: News

Gemeindewanderung vom Sonntag, 9. Juli

 Auf den Spuren der Steuergelder

Unter dem Motto «Projekte werden sichtbar» lud der Gemeinderat Maur am vergangenen Sonntag, dem 9. Juli, zu einer Gemeindewanderung ein.

Gemeindepräsident Roland Humm zeigte bei der diesjährigen Gemeindewanderung anhand von zehn Stationen am Wegrand auf, wie Maur seine Steuergelder sichtbar einsetzt. So etwa beim Dorfplatz Binz, wo sich alle Teilnehmenden, eine rund 50 Mann und Frau starke Gruppe, versammelten.

Die neuen Schulhausprovisorien seien ein Glücksfall für die Gemeindekasse, sagte Humm. Die Container habe man günstig aus Uster übernehmen können. Diese würden ein Platzproblem des Kindergartens und der Schule in Binz lösen.

Nicht weit davon, bei der Milchhütte Binz – das Wort «Binzmer Einkaufszentrum» fiel in der Gruppe – erzählte der Gemeindepräsident die wechselhafte Geschichte der Einkaufsmöglichkeiten im Dorf und wies in dem Zusammenhang auch auf die drohende Schliessung der Poststelle Ebmatingen hin.

Mehr Einwohner dank Gütsch

Diese könnte allerdings bald schon häufiger frequentiert werden, wie die nächste Station auf der Wanderroute zeigte: die Grossbaustelle Gütsch. In die Räumlichkeiten der Institution Barbara Keller werden zwar bloss 24 Personen fest einziehen, aber der Tagesbetrieb bringt noch viel mehr Pendler ins Dorf. Die Gemeinde und die Wohnungsbaugenossenschaft Maur stellen ausserdem je 22 Wohneinheiten fertig. Und vor der Grossbaustelle ist ein weiteres Projekt ausgesteckt, ein privates. Auch hier werden neue Wohnungen entstehen – die Einwohnerzahl von Binz wird in absehbarer Zeit also steigen.

Roland Humm konnte übrigens stolz vermelden, dass die Kosten des Gemeindeprojekts mit ziemlicher Sicherheit innerhalb des genehmigten Kredits, vielleicht sogar darunter liegen werden. Man habe hier notabene viel für das nächste anstehende Grossprojekt in der Looren gelernt.

Bevor die Wanderung dort in der Looren enden sollte, lief man aber weitere Stationen an. Den Grenzstein zwischen Zollikon, Zumikon und Maur etwa. Oder das 7500 m3 fassende Wasserreservoir Guglen, in welches Seewasser vom Zürichsee gepumpt wird und das stattliche 40 Prozent der Wasserversorgung der Gemeinde liefert.

Die Multikomponentendeponie Chalen unterhalb des Süessplätz war ein weiterer Stopp. Heute, hiess es, soll dort keine Gefahr mehr für die Umwelt drohen. Das rekultivierte Gebiet stehe sogar unter Naturschutz. Ganz offen erzählte danach, beim nächsten Halt, aber Marco Wacker, Leiter der CATV-Network GGA Maur, wie man bei drei Meter tiefen Bohrungen für den Ausbau der Kopfstation auf bedenkliche Bodenwerte gestossen sei, mit Öl- und Brennstoffwerten wie bei einer Tankstelle. Eine Mitteilung, die doch etwas stutzig machte.

Auf dem Holzweg

Angekommen beim Holzschnitzellager, erzählte Hans Bosshard, Präsident des Privatwaldverbands Maur, alles über Sinn und Zweck des im letzten Jahr eingeweihten Lagers, und nur einige hundert Meter weiter kam auch die Bachöffnung Grabenwies zur Sprache.

Kurz vor Bratwurst und Kaltgetränk bedankte sich der Gemeindepräsident am Bänkli Wassberghalden und umriss nochmals die laufende Projektierung in der Looren. – Eines von vielen Themen in der Gemeinde, die uns sicher noch beschäftigen werden.

Text: Dörte Welti

Bildlegende:
Dynamisch: Gemeindepräsident Roland Humm führte die eine Hälfteder Gruppe an. Eine zweite wurde von Gemeinderätin Delia Lüthi undGemeindeschreiber Markus Gossweiler ­geleitet.   
Bild: Dörte Welti

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