Viel Gold, einiges an Diamanten und immerhin ein Eisen

Am Samstag fand das jährliche Jubilaren-Essen im Restaurant Schifflände statt

Von Christoph Lehmann

Der Einladung von Seniorenkommission und Ortsgruppe der Pro Senectute sind am vergangenen Samstag gegen 130 Senioren ins Restaurant Schifflände gefolgt. Im Jahr 2003, anlässlich des ersten Jubilaren-Essens, waren es noch 35 gewesen.

 

Die Zahlen belegen eindrücklich, dass die Seniorengemeinde auch in Maur stark gewachsen ist. In Zahlen: Per Ende 2017 leben in Maur über 2200 Personen im sogenannten dritten Lebensabschnitt. Die wachsenden Zahlen sind es auch, welche die Pro Senectute dazu bewogen haben, ab nächstem Jahr Jubilare erst am dem 85. und nicht schon ab dem 80. Lebensjahr einzuladen.

Jubiläen leben von Menschen und Zahlen – darum hier noch ein paar dazu: In Maur wohnt aktuell genau ein Ehepaar, das die gemeinsame «eiserne Hochzeit» (65 Jahre zusammen) feiern kann. Insgesamt 9 Eheleute können in Maur ihren diamantenen und 24 ihren goldenen Hochzeitstag feiern. Weiter leben in Maur 71 Personen mit 80 Jahren an Lebenserfahrung, 34 mit 85 Jahren, 30 mit 90 Jahren und 21 Senioren sind schon 95 oder älter.

Die Gemeinde Maur ist sich dieses grossen Anteils an Senioren bewusst und hat erst kürzlich einen Umfragebogen über das persönliche Wohlbefinden an die Maurmer Senioren verschickt. Die dafür zuständige Sozialvorsteherin und Gemeinderätin Delia Lüthi, welche beim Jubilaren-Essen anwesend war und eine Ansprache hielt, erklärte hierzu: «Die Umfragebögen werden demnächst ausgewertet und fliessen als Erkenntnis in ein neues Seniorenkonzept ein.» Mit 60% Rücklauf, so die Gemeinderätin weiter, sei die Umfrage ein grosser Erfolg und Beleg dafür, dass die Maurmer Senioren sehr aktiv und an Verbesserungen ihrer Situation interessiert seien.

In ihrer sehr persönlich gehaltenen Rede, in welcher Delia Lüthi auch davon sprach, dass sie selbst betroffen sei von einer Krankheit, die sie einschränke, ging es genau um dieses aktive Leben im Alter. Sie nannte die Gesundheit das wichtigste Gut, das es uns allen erst erlauben würde, ein tätiges Leben auch noch im hohen Altern zu pflegen.

Krankheit ist immer eine Einschränkung für das aktive Leben. Ein eingeladener Jubilar meinte dazu zur «Maurmer Post»: «Wir Anwesenden hier sind die in guter Gesundheit Übriggebliebenen. Und deshalb in einer sehr privilegierten Lage im Vergleich zu vielen anderen im gleichen Alter.»

Die Gespräche der Jubilare beim gemeinsamen Mittagessen drehten sich dann ganz allgemein um Familie, Erinnerungen und die Gesundheit. Die Arbeit der Seniorenkommission und wie es wohl weitergeht, wenn Giacomo Nett nicht mehr Präsident sein wird, selbstredend, sorgte natürlich auch für viel Gesprächsstoff unter den Maurmer Senioren.

 

 

Bildunterschrift:

«Weisch no damals...» Die Senioren hatten Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen. Bilder unten: Gemeinderätin Delia Lüthi hielt eine Ansprache. Giacomo Nett, Präsident der Seniorenkommission, im Gespräch mit Gästen.    Bild: Christoph Lehmann

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