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Im Juli beginnen die Bauarbeiten auf der Looren

Verzögerung beim Baustart des Generationenprojekts

Von Annette Schär


Die Baubewilligung ist erteilt: In den Sommerferien startet die vierjährige Bauphase auf der Looren. Ursprünglich vorgesehen war ein Baubeginn im Frühling 2018. Grund für die Verzögerung ist unter anderem die noch fehlende Baufreigabe durch den Kanton.

Es war eine für die Gemeinde wichtige Abstimmung: Im Herbst 2016 äus­serten sich die Maurmer an der Urne zu dem von langer Hand geplanten «Generationenprojekt Looren». Drei Module standen zur Debatte: Das Modul A nahmen die Stimmbürger damals mit grosser Mehrheit an, abgelehnt haben sie hingegen die Module Werke/Sicherheit sowie den geplanten Sportplatz inkl. Vereinshaus.

Mit rund 40 Millionen Franken war das nun anstehende Modul A das Kernelement des Projekts und auch das teuerste. Geplant sind darin der Ersatz des in die Jahre gekommenen Schulhaustraktes Nord und der alten Turnhalle durch einen Neubau sowie die Sanierung von Loorensaal, Sporthalle («Dreifachhalle») und der Schulhaustrakte Ost und West.

Überarbeitung des Projekts

Nach der Abstimmung gingen die Planer nochmals über die Bücher und präsentierten im Januar 2017 ein auf die Abstimmungsergebnisse hin angepasstes Projekt. Im August 2017 wurde die Bevölkerung in der «Maurmer Post» ausserdem über Massnahmen zur besseren Bespielbarkeit der Fussballplätze informiert. Trotz Ablehnung des Moduls C wollte die Gemeinde die Situation für die Sportvereine verbessern, da diese wegen des häufig gesperrten Rasens oft nicht trainieren können. «Diese Massnahmen können innerhalb des bewilligten Baukredits ausgeführt werden und stehen in keinem Konflikt zum Modul ‹Sicherheit›, welches in absehbarer Zukunft erneut geprüft werden soll», schrieb die Gemeinde damals. «Der Gemeinderat hat zudem einen Projektierungskredit von CHF 63 000 für die Sanierung und Aufwertung des Rasenfelds auf dem bestehenden Sportplatz bewilligt.»

Baufreigabe steht noch aus

Für das Modul A sowie für anstehende Hochwasserschutzmassnahmen war in der ursprünglichen Planung ein Baubeginn im Frühjahr 2018 vorgesehen. Wie Carol Güntert (Abteilungsleiterin Liegenschaften) auf Anfrage der «Maur­mer Post» bestätigte, hat sich dieser Baustart aber leicht verzögert.

Einer der Hauptgründe für die Verzögerung sei die einer Baubewilligung nachgelagerte und noch fehlende Baufreigabe. Diese wird jeweils nach der Erfüllung von Auflagen erteilt. «Die einzureichenden Unterlagen sind teilweise sehr komplex. Die Bauabteilung der Gemeinde muss einen Teil der Unterlagen an den Kanton (AWEL, GVZ) zur Genehmigung weiterleiten und die Verfahrensdauer beim Kanton ist heute noch nicht klar.» Aus diesem Grund und auch wegen Schnittstellen und Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit geplanten Arbeiten für den Hochwasserschutz habe man den Beginn der Arbeiten auf die Sommerferien verschoben.

Schulraumprovisorium nötig

Während der Bauzeit müssen die Maurmer mit Provisorien rechnen: Zu Beginn der Bauarbeiten wird ein Haustechnikprovisorium für die Wärmeerzeugung und Elektroverteilung zwischen Loorensaal und Mehrzweckhalle erstellt. Denn mit dem Abbruch der alten Turnhalle und den Aushubarbeiten werden die zentrale Wärmeerzeugung, der bestehende Energiekanal und die Kanalisationsleitungen unter dem Schulhof ebenfalls abgebrochen.

Später, nach der Fertigstellung und dem Bezug des Neubaus Schulhaus Nord, beginnen die Arbeiter mit dem Umbau der Schulhäuser Ost und West. Um den Schulbetrieb während dieser Umbauzeit aufrechtzuerhalten, erstellen sie ein Schulraumprovisorium auf dem Parkplatz oberhalb der Schulanlage. Als Ergänzung zu dem neu zur Verfügung stehenden Schulhaus Nord bringt die Schule im Provisorium vor allem Schulzimmer und Gruppenräume, zwei Werkräume und den Naturkunderaum unter. Die Zeitdauer der Belegung des Provisoriums wird rund 12 bis 15 Monate betragen.

Ausweichmöglichkeiten für Vereine

Der Umbau betrifft allerdings nicht nur die Schule, sondern auch die Vereine, welche die Anlage nutzen. Laut Auskunft von Carol Güntert fallen die alte Turnhalle und die Spielwiese während der Bauphase ersatzlos weg. Die restlichen Anlagen können laut Güntert normal benützt werden. Einschränkungen durch Bauabschrankungen etc. gebe es erst, wenn an diesen Gebäuden die Sanierungsarbeiten erfolgen. «Weitgehend sollte jedoch eine normale Nutzung möglich sein.»

Die Vereine sind offenbar Mitte Februar über die Verschiebung des Baustarts informiert worden. Alternativen für die Nutzung seien mit den Vereinen bereits im Herbst 2017 besprochen und die entsprechenden Hallen reserviert worden, so Güntert. «Für den Grossteil der Vereine konnte eine Ausweichmöglichkeit zur Verfügung gestellt werden.» Die neue Planung für das Schuljahr 18/19 finde wie gewohnt ab Juni 2018 statt.

Webcam zeigt den Baufortschritt

Auf die Verkehrsführung wird die Baustelle voraussichtlich keinen Einfluss haben. Interessierte können den Baufortschritt nach Start der Arbeiten mit einer Webcam beobachten. Diese wird unter https://www.looren.info abrufbar sein, auf der Website finden sich ausserdem weitere Informationen und Pläne zum Projekt.

Aktualisierter Zeitplan

  • Ende August bis Anfang September 2018: Rückbau der alten Turnhalle
  • Ab Herbst 2018: Aushub Baugrube und Beginn Errichten des neuen Schulhauses Nord
  • Frühling 2019 bis Ende 2019: Sanierung der Sporthalle («Dreifachhalle»)
  • Herbst 2020: Fertigstellung Neubau Nord
  • Sommer 2020 bis voraussichtlich Sommer 2021: Beginn Sanierung Loorensaal
  • Ab Sommer 2021: Sanierung Schulhäuser Ost und West (inkl. Schulhausprovisorium)

Bildunterschriften
Im Herbst 2016 stimmten die Maurmer Stimmbürger für das 40-Millionen-Projekt, jetzt steht die Umsetzung an.

Symbolbild: Adobe Stock

Übersicht über die geplanten Arbeiten: Neu gebaut wird nur der Trakt Nord, saniert werden die Trakte Ost und West sowie der Loorensaal und die Dreifachhalle (Mehrzweckhalle). Bild: zVg

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