Grosses Kino auf der Looren

Aufnahmen für eine Filmproduktion

von Dörte Welti

 

In diesen Wochen fanden Dreharbeiten zu einer Fernsehfilmproduktion auf dem Sportplatz Looren statt. Vergangenen Freitag war der letzte Drehtag.

 

Ganz grosses Kino auf dem Tartanplatz in der Looren. Ein Team von 25 Filmschaffenden macht sich zwischen Kameraschiene, Aufnahmeangel, Kabelkilometern und Riesen-Reflektor zu schaffen. Unter der Regie von Markus Welter («Sog der Nacht», «Der Bestatter») entstehen hier Sequenzen zum Fernsehfilm «Weglaufen geht nicht».

Der Plot: Eine junge Frau (gespielt von Annina Euling) wird durch einen Unfall querschnittgelähmt. Was nach einer reinen Katastrophe klingt, entwickelt sich aber anfänglich zu einer neuen Chance. Die Filmfigur Elodie beginnt, intensiv Rollstuhlsport zu betreiben. Alles käme gut, würde das Schicksal nicht erneut zuschlagen.

Produzentin Anne Walser (C-Films AG, «Schellenursli», «Grounding», «Lüthi und Blanc») besucht auch das Set, es ist der letzte von 22 Drehtagen, heute Abend muss alles im Kasten sein.

 

Die Suche nach dem perfekten Ort

«Markus Welter wohnt in Pfaffhausen und fährt ab und zu hier durch, er kannte den Sportplatz und hat ihn vorgeschlagen», erklärt Anne Walser, «Ich selbst komme hier auch gelegentlich mit dem Fahrrad vorbei. Es ist wirklich einer der schönsten Sportplätze der Schweiz.» Man hätte auch am Stück  durcharbeiten können, rekapituliert sie den Umstand, dass die Crew hier an unterschiedlichen Tagen gedreht hat, aber der Platz sei nicht immer durchgehend verfügbar. «Wir haben viele Anfragen», bestätigt Gemeindeschreiber Markus Gossweiler, der es sich nicht nehmen liess, persönlich ein Auge auf die Dreharbeiten zu werfen, «wir können nicht alles genehmigen, der Sport der Gemeinde hat schliesslich Priorität.»

Die Ausstrahlung des Fernsehfilms ist für September geplant. Im Film wird nicht explizit drauf hingewiesen, wo die Sportplatzszenen gedreht wurden. «Wir vermeiden lokale Bezugspunkte», sagt Anne Walser, es gehe um den Inhalt der Geschichte. Einzig im Part, den man in Nottwil im Paraplegiker-Zentrum gedreht habe, sei klar zu erkennen, wo sich die Szenen abspielen.

 

Störender Fluglärm

Die Aufnahmen auf der Looren laufen flüssig, nur die Tante Ju bringt den Ablauf ins Stocken, weil sie aus lauter Freude über die Entdeckung der Filmcrew unter sich mehrere Kreise über dem Platz dreht. Für das Team zwar schön anzusehen, aber ein Störfaktor: Die alte Maschine macht einen Lärm, den niemand auf der Tonspur gebrauchen kann. Das professionelle Set nimmts mit Gleichmut, auch wenn sie immer wieder abbrechen müssen, irgendwann ist die Szene dann im Kasten und es kann umgebaut werden für weitere Einstellungen.

Wir bleiben dran und werden mitteilen, wann der TV-Spielfilm «Weglaufen geht nicht», eine Co-Produktion von SRF und C-Films, ausgestrahlt wird.


 

Bildunterschrift:

Uuund…Action! Aufnahmetechniker, Kameramann, Haupt- und Nebendarstellerin sowieStatisten drehen immer wieder dieselbe Szene aus verschiedenen Blickwinkeln.                   Bilder: Dörte Welti

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