Verlängerung der Buslinie 910 geplant via Binz bis nach Ebmatingen

Stärkung der Verkehrsverbindung Zollikerberg - Binz

Von Dörte Welti und Annette Schär

 

Wie Recherchen der «Maurmer Post» zeigen, soll die Verkehrsachse Binz–Zollikerberg gestärkt werden: So hat der Zürcher Regierungsrat einerseits beschlossen, einen Veloweg auf dieser Strecke zu bauen. Andererseits planen die VBZ ab Dezember 2019 eine Verlängerung der Buslinie 910 (Tiefenbrunnen–Zollikerberg) weiter bis nach Binz und Ebmatingen. Den definitiven Entscheid fällt der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) im Sommer 2019.

 

Die Forchbahnstation von Zolliker­berg und der Ortskern von Binz liegen im Grunde nicht weit auseinander. Verbunden sind die beiden Orte bislang aber nur über eine stark befahrene Auto­strasse, auf welcher im Durchschnitt 5500 Fahrzeuge pro Tag verkehren. Mit dem öffentlichen Verkehr müssen Binzmer grosse Umwege tätigen, um auf die Forchbahn zusteigen zu können respektive um an den Stadelhofen zu gelangen.

 

Veloweg und Strassensanierung

Nun soll aber diese Route in zweierlei Hinsicht gestärkt werden: Der ­Regierungsrat des Kantons Zürich hat Ende Mai mitgeteilt, dass zwischen Binz und Zollikerberg ein separater Veloweg gebaut werden soll. «Bis anhin war der Schutz für die Velofahrer auf dieser Strecke nur abschnittsweise ­genügend». Denn bisher gibt es nur vom Weiler Sennhof bis zur Forchbahnstation Zollikerberg einen separaten Veloweg. Und in Binz ist der Veloweg Teil der Schulwegroute.

Die Baumassnahmen für den Veloweg sollen im Herbst 2019 beginnen und rund zwei Jahre dauern. Allerdings hat es bei der Projektauflage im Frühling 2017 ganze zwölf Einsprachen gegeben, die primär den Landerwerb und die damit verbundenen Anpassungen an den Grundstücken betreffen.
Sieben wurden in der Zwischenzeit zurückgezogen, über die verbleibenden fünf wird beraten, wenn die neuen Ausgaben bewilligt sind. Im Zuge der Baumassnahme soll ausserdem der circa drei Kilometer lange Strassenabschnitt zwischen Binz und Zollikerberg saniert werden.

 

Ausbau von Bushaltestellen

Insgesamt hat der Regierungsrat 1,445 Millionen Franken für die Sanierung bewilligt. Und 5,305 Millionen Franken sind für den Veloweg und den hindernisfreien Ausbau der Bushaltestellen Resirain (An der Binzstrasse, nähe Wehrenbach) beantragt.

Ein Bushaltestellenausbau? Ein Thema, das aufhorchen liess. Auf entsprechende Anfrage der «Maurmer Post» bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ), ob denn eventuell auch ein Ausbau der Busverbindung zwischen Binz und Zollikerberg geplant sei, bestätigten die Verantwortlichen bei den VBZ: «Zwischen Zollikerberg und Binz ist eine Buslinie geplant.»

Vorgesehen sei, ab Dezember 2019 die Linie 910 mit zwei zusätzlichen Fahrzeugen ab Zollikerberg via Binz bis nach Ebmatingen Looren zu verlängern. Dabei solle in Zollikerberg die bisherige Linie 917 durch die Linie 910 ersetzt werden, wodurch die Schüler, welche den Bus 917 hauptsächlich nutzen, durch die grösseren Standardbusse mehr Platz erhalten würden. Die neue direkte Verbindung zum Bahnhof Tiefenbrunnen entlaste ausserdem die Linie 701 zwischen Maur und Zürich Klusplatz. Der heutige Verdichtungskurs von der Looren bis zum Klusplatz solle deshalb nur noch zwischen Binz und Klusplatz verkehren.

Die VBZ haben das Projekt bereits beim ZVV im Rahmen des Fahrplanverfahrens 2020/21 als Konzeptidee eingegeben, das Vorhaben wird nun mit den Gemeinden geprüft. Im nächsten Frühling soll die Sache öffentlich ausgelegt werden, immer vorbehältlich der Zustimmung des Verkehrsrates des ZVV. «Über die definitive Einführung des neuen Angebots entscheidet der ZVV im Sommer 2019.»

Die geplanten Änderungen auf den Linien 701/910/917 werden ausserdem am 2. Juli 2018 um 19.00 Uhr im Geerensaal, Quartiertreff Zollikerberg, der Bevölkerung vorgestellt. «Eine Einladung der Gemeinden Zollikon und Maur gemeinsam mit den VBZ folgt demnächst», teilen die VBZ mit.

 

Ein Wunsch wird vielleicht wahr

Eine Neuigkeit, die in Binz sicherlich auf grossen Anklang stossen wird. So etwa bei der frisch bezogenen Institution Barbara Keller in Binz. Viele Angestellte waren vorher in Küsnacht tätig. Der neue Arbeitsweg nach Binz ist für sie vorderhand mit einigen Umwegen über den Klusplatz oder die Forchbahnstation Scheuren verbunden.

Die geplante Busverbindung bis zum Tiefenbrunnen könnteauch sonst ein Segen sein für die Gemeinde Maur, in welcher sonst allerorten Infrastruktur eher ab- denn aufgebaut wird.

 

Bildunterschrift:

Bald soll auf dieser Strecke zwischen Zollikerberg und Binz ein Bus verkehren.                   Bild: Dörte Welti

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