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Ein Maurmer Wert

Chilbi 2018: Trotz mässigem Wetter gut besucht
Von Christoph Lehmann

 

Zeitweise war am diesjährigen Chilbimarkt nur mit einem Regenschirm ausgestattet an ein gemütliches Schlendern durch die Marktstände zu denken. Die Chilbi 2018 wirkte mit Tiefsttemperaturen um die 12 Grad wie eine Zäsur zum mehrmonatigen Sonnenschein und zur Hitze davor. Dem Erfolg dieses Events konnte dies aber nichts anhaben.

 

Traditionsgemäss läuteten auch in diesem Jahr am Freitagabend die Mühlibar und das grosse Festzelt vor der Maurmer Mühle zum grössten jährlichen Fest in Maur ein – im gros­sen Festzelt eher verhalten und in der Mühlibar gewohnt «vollgestopft». Die Chilbi Maur hat ein Herz, und dieses schlägt dort ganz besonders heftig.

Wo gibt es sonst noch eine Bar, in der – selbst nach mitternächtlicher Stunde – Enkel mit ihren Grosseltern zur gleichen Musik tanzähnliche Bewegungen machen und sich an der Bar zuprosten? Am Samstagnachmittag beim Spaziergang durch die Marktstände vereinsamte man am frühen Nachmittag fast, und die vielen spontanen Gespräche mit Bekannten und Freunden und das Verweilen auf der sonnenbestrahlten Strassenmauer wichen der Suche nach einem Platz für einen warmen Kaffee im Innern – zum Beispiel, wie in den vorangegangenen Jahren, im Caffè Opéra in der Burg. Die Burg war in diesem Jahr erneut Epizentrum von allerlei Seitenveranstaltungen des rührigen Vereins Museen Maur für Besucher, die mehr als Wurst und Bier wollten.

 

Am Sonntag kam das Publikum

Am Sonntag hellte sich das Wetter auf, und der gewohnte Gang durch die Stände konnte mit viel Publikum sogar zeitweise mit einer kleinen Pause an der Sonne angegangen werden. Bei den Standbetreibern gab es mehr Angebot als auch schon – wenn auch in der üblichen Bandbreite von Flüssigem bis zu Überflüssigem – und auch keine kurzfristigen Absagen. Das Geschäft verlief insgesamt für den Gewerbe- und Frauenverein und die Marktstände zufriedenstellend (siehe dazu auch das «Nachgefragt» auf S. 2) und das ganze Wochenende ohne Zwischenfälle.

Was sonst noch auffiel: Urs Bräker führte zum Gaudi derGäste eines seiner Alpakas zum Spaziergang durch die Stände. Und die PatrouilleSuisse flog Kunstflüge im trüben Maurmer Himmel; nicht zu Ehren unserer Chilbi,sondern weil der Flughafen Zürich gleichzeitig seinen 70. Geburtstag feierte.Der grosse Maurmer Event geriet einmal mehr zur grossen Freude aller undbestätigt, dass in Zeiten ständiger Veränderung auch bockiges Verharren auf demUnveränderbaren grossen Zuspruch findet; höchstwahrscheinlich gerade deswegen.Apropos Veränderungen: Solche gibt es, trotz generell grosser Kontinuität. Diesichtbarste war die Einführung von modernen Tablets für die Bestellerfassung inden Festzelten.

 

Bildunterschrift:

Am Samstag war der Regenschirm ein guter Begleiter. Lust auf mehr? Ja, manch einer hätte sich ein paar wärmende Sonnenstrahlen gewünscht                Bilder: Christoph Lehmann

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