Die Institution Barbara Keller feierte mit der Bevölkerung

Binz: Gütschfäscht
Von Christoph Lehmann

Die Bewohner aus Binz und den anderen Ortsteilen hatten am letzten Samstag erstmals die Gelegenheit, bei Festwirtschaft, Musik und Heimbesichtigung die Institution Barbara Keller (IBK) kennenzulernen.

 

Der Bezug und die offizielle Einweihung des Baus in Binz hatten Anfang Mai stattgefunden, nun öffnete die IBK die Tore für die Bevölkerung. Geschäftsführer Beat Stark erinnerte sich in seiner Festansprache daran, wie alles vor 10 Jahren begonnen hatte. Seine Institution für Menschen mit physischer und geistiger Behinderung suchte damals Land in ihrer Stammgemeinde Küsnacht. «Ein hoffnungsloses Unternehmen», wie er dem Publikum sagte. Das auch nicht ganz günstige Land in Binz sei dann jedoch ein Volltreffer gewesen.

Stark schwärmte vor dem Festpublikum, wie die drei Parteien – nämlich die Maurmer WOMA (Wohnbaugenossenschaft), die Politische Gemeinde Maur und seine IBK – in dieser Sache zusammengesessen seien und in bester Harmonie ein tolles Projekt realisiert hätten. «Ich bin heute vollkommen glücklich», sagte ein sichtlich bewegter Geschäftsführer gegenüber der Festmoderatorin Anna Maier und ergänzte: «Wir haben hier in Maur eine wundervolle Willkommenskultur erlebt und fühlen uns hier von der Bevölkerung wahrgenommen.»

In der Tat, seit Eröffnung des Heims mit seiner Cafeteria mausert sich der Ort langsam zu einem lokalen Treffpunkt der Binzmer. Das grosse und modische Wort «Integration» liebt Stark aber weniger – denn nach seinen Worten gehören die Heimbewohner einfach zu uns und müssten nicht von aussen integriert werden.

Das Fest genoss ein paar Sonnenstrahlen und die üblichenZutaten, wie Tombola, Infostände etc. Am Nachmittag gewährte Beat Stark,interviewt von Anna Maier, Einblicke in die Tätigkeit und Geschichte der IBK;danach berichteten Heimbewohner dem Publikum von ihrem Alltag im Heim. Vorgeraumer Zeit gab es in Binz die grosse Tradition eines Dorffestes – wer weiss,vielleicht hat dieses von der IBK initiierte Fest das Potenzial, in dessenFussstapfen zu treten?

 

Bildunterschrift

 

 

 

Moderatorin Anna Maier und IBK-Geschäftsführer Beat Stark (Bild rechts) bei seiner Ansprache.        Bild: Christoph Lehmann

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