Grundsteinlegung auf der Looren

Festakt für den Bau des neuen Schulhausgebäudes Nord
Von Christoph Lehmann

 

Schüler, Lehrer, Schulleitung, Behördenmitglieder, Planer, Architekten und Bauarbeiter – sie alle waren am 14. Mai auf dem Loorenareal für ­einen kleinen Festakt versammelt. ­Gemeindepräsident Roland Humm und Andreas Rüttimann, Schulleiter ­Looren, führten durch die Grundsteinlegung mit dem traditionellen Verschliessen einer Zeitkapsel in den Beton des Bodens.

 

Das «Generationenprojekt Looren» kommt zügig voran. Die Hochwassermauer, welche sogar vor einem Grossereignis schützen soll, wie es in diesem Ausmass alle 300 Jahre einmal vorkommt, steht bereits. Hinter ihr klafft nun eine grosse Baugrube, da, wo jetzt die Bauarbeiten für das Schulhaus Nord voranschreiten.

Zum heutigen Festakt ruhen aber die Maschinen. Vor versammeltem Publikum spricht Gemeindepräsident Roland Humm von einer grossen Dankbarkeit gegenüber dem Souverän, der das Projekt ermöglicht hat. Für ihn sei es aber auch ein grosser Moment der Selbstbestätigung und der Selbstvergewisserung. «Selbstbestätigung, weil das wichtige Loorenprojekt in die richtige Zukunft weist, und Selbstvergewisserung, weil die Kontrolle über das Bauvorhaben zeigt, dass man im Plan ist», so Humm weiter.

Dies bestätigt der «Maurmer Post» auch der anwesende Alexander Dahinden von den projektleitenden Dahinden & Heim Architekten. Er erzählt zwar von einem schwierigen Baugrund mit einigen Überraschungen wie Sandlinsen und anderen Herausforderungen im Boden. Aber auch von einem insgesamt guten Baufortschritt. Die Maurmer werden anlässlich der nächsten Gemeindeversammlung am 17. Juni 2019 unter zwei Abrechnungs-Traktanden Weiteres über das Bauvorhaben erfahren.

 

Schüler gestalten Zeitkapseln

Anwesend beim kurzen Festakt sind auch einige Schüler des Loorenschulhauses. In seiner Rede erzählt Schulleiter Andreas Rüttimann, die Arbeiten für die Zeitkapsel seien von den Schülern unterschiedlicher Klassen gestaltet worden. Er berichtet auch stimmungsvoll von den vergangenen Monaten Schulbetrieb mit Grossbaustelle. «Am Abend, als ich das Schulhaus verliess, standen noch Bäume. Am Morgen danach waren sie weg. Und ich wusste: jetzt geht es los.»

Während der grösseren Bewegungsarbeiten auf der Looren kam es laut Rüttimann schon einmal vor, dass PET-Flaschen von den Tischen heruntervibrierten. Es sei wohl auch viel Baustaub geschluckt worden.

Roland Humm mag sich Persönlichem auch nicht verschliessen und erinnert sich daran, dass er als Elfähriger aus Zollikon einst vor dem Brunnen auf dem Loorenareal stand und die Maurmer Schüler um ihr schönes Schulhaus beneidete.

Zum Schluss des Festaktes verschlies­sen die Schüler zweiZeitkapseln mit ihren Arbeiten in den Boden und betonieren sie ein. Was darinsteht, bleibt ihr Geheimnis. Neben ihren Arbeiten sind darin aber auch dietagesaktuellen beiden grossen Zürcher Zeitungen miteingegossen. Immerhin, fallsin 50 oder mehr Jahren die Zeitkapseln aufgetan werden, können die Leserdereinst auf diese Weise unter anderem erfahren, dass der Zürcher Kantonsrateinen Tag zuvor den Klimanotstand ausgerufen hat.

 

 

Bildunterschrift:

 

  Ein Blick in die Baugrube   Bilder: Christoph Lehmann


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